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Wirtschaftsentwicklung
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Schwarzenberg ist seit Hunderten von Jahren Mittelpunkt eines eisenerzeugenden und eisenverarbeitenden Gebietes. Reiche Vorkommen an Eisenerz, ausgedehnte Wälder, nutzbare Wasserkräfte sowie die günstige Lage an Handelsstraßen boten gute Bedingungen für die industrielle Entwicklung.

Mehr als zwei Dutzend Hammerwerke trugen dazu bei, dem „Schwarzenberger Eisen“ einen guten Ruf zu verschaffen. Das heutige Eisenwerk Erla GmbH blickt auf eine Tradition bis 1380 zurück. Ein Schlosser, Johann Zacharias Georgi, lieferte schon seit dem Ende des 17. Jahrhunderts Stahlwalzen zum Anfertigen von Gold- und Silberauflagen, wie sie sonst nur in Lyon und Genf hergestellt wurden. Diese stellten fast ein Jahrhundert lang eine technische Sonderheit dar. Mitte des 19. Jahrhunderts kam der Erzbergbau fast völlig zum Erliegen.

Das blechverarbeitende Handwerk fand den Weg zur industriemäßigen Produktion. Als die Klempner durch den Einsatz von Handspindelpressen mit einfachen Werkzeugen ihre Produktion gewaltig steigern konnten, wurde der Ruf nach Werkzeugmachern immer stärker. Um 1890 entwickelten sich eine Reihe von Schnitt- und Stanzenbaubetrieben.

Im Jahre 1898 wurde Erzgebirgische Schnittwerkzeug- und Maschinenfabrik (ESEM) - das jetzige Unternehmen KUKA Systems GmbH - gegründet. Im Westerzgebirge, um Schwarzenberg und Aue, stand die Wiege der Umformtechnik von Deutschland.

Um 1900 entwickelte sich die kartonagen- und verpackungsmittelherstellende Industrie. Die heutige Kartonagen Schwarzenberg GmbH blickt auf diese lange Tradition zurück.

1902 erfand der Schwarzenberger Unternehmer Karl Louis Krauss die erste Ganzmetallwaschmaschine Deutschlands. Sein Sohn Friedrich Emil Krauss führte die Krausswerke in der Folgezeit zur Spitze der Waschgeräteproduzenten in Deutschland.

Dies waren nur einige Beispiele der Wirtschaftsentwicklung. Viele weitere Betriebe der metallverarbeitenden Industrie könnten hier genannt werden.

 

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